#7 Digitale Identität, Punk lebt, Regeln gesucht

Unangepasst-Blog-7

Anna-Sophie stellt euch jede Woche 7 Artikel/Blogposts über Gesellschaft aus dem Netz vor.

„Ich hätte gerufen: Erschieß mich zuerst!“ |Terror |(Marc Schürmann, SZ Magazin)

Vor fünf Jahren erschoss Anders Behring Breivik auf der norwegischen Insel Utøya 77 Menschen. Eine radikale Gewalttat, die weltweit für Entsetzen sorgte und auch heute nicht vergessen ist. Was bewegt einen Menschen, sich über das Leben anderer zu stellen? Das SZ Magazin hat Breiviks 80-jährigen Vater Jens Breivik zum Interview getroffen. Er hat seinen Sohn seit 20 Jahren nicht gesehen und erzählt, wieso er ihn vermutlich auch nicht im Gefängnis besuchen wird.

Greller, lauter, dreister? – Warum Werbung nicht automatisch böse ist  |Werbung | (Manuel Scheidegger, Cicero)

Werbung verfolgt das Ziel, ein Event oder Produkt zu promoten und will uns durch Emotionen erreichen. Manuel Scheidegger hat selbst in der Werbung gearbeitet und beleuchtet die unterschiedlichen Wirkungs- und Funktionsweiten von Werbung, die einen hohen Ästhetikanspruch erfüllt und sogar eine gesellschaftskritische Funktion erfüllen kann. „Ästhetische Erfahrungen sind etwas, was man nicht einfach macht, sondern was man kritisch bedenkt und dabei – nicht nur „merkliche Lust“ (Kant), sondern auch eine „Richtschnur“ (Hegel) fürs eigene Denken gewinnen kann.“ Ein lesenswerter philosophischer Diskurs, der Werbung aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Wozu es Punkt gibt – Seit 40 Jahren dagegen |Kultur|  (Julian Weber, taz)

Anti-Establishment, Individualität und Nonkonformismus: Punk hat sich von einer Musikrichtung zu einer Gesellschaftshaltung entwickelt. Was in den 70er Jahren mit Bands wie den Sexpistols oder The Clash begann, hat heute noch lange kein Ende. Punk lebt immer noch in der Kunst und in der Musik, auch wenn Nostalgiker sich die alten Zeiten herbeisehnen.

Smartphones: Sklaven der eigenen Identität | Digitales | (Antoine Geiger, ZEIT online)

Der 21-jährige Fotograf Anton Geiger sagt, dass wir mit unseren Smartphones der Realität entfliehen wollen. In einer Foto-Serie stellt er die vermeintliche Entfremdung von der tatsächlichen Welt bildgewaltig dar.

Das Wagnis des Helfens | Flüchtlinge | (Matthias Drobinski, Süddeutsche Zeitung)

„Die Bluttat des Jungen aus der Fremde macht auf brutale Weise klar: Wer hilft, gibt etwas, ohne zu wissen, ob er es je zurückbekommt. Das Gute, das er tut, kann wirkungslos verpuffen, missbraucht werden, sich sogar ins Gegenteil verkehren: Es gibt auch den Fluch der guten Tat.“ Die Axt-Attacken von Würzburg waren eine Zäsur in die Gutgläubigkeit vieler Menschen. Der Täter war gut integriert und radikalisierte sich blitzschnell, unbemerkt von seinem Umfeld. In seinem ehrlichen und wichtigen Kommentar schreibt Matthias Drobinski über naive Helfervorstellungen und erläutert, wieso wir dennoch das Engagement freiwilliger Helfer benötigen.

Schwiegertochter gesucht: Regeln gesucht  | RTL| (Boris Rosenkranz, Übermedien)

Jan Böhmermanns #Verafake bewies, was wir alle schon längst wussten: RTL manipuliert Kandidaten gezielt, um diese noch dümmer dastehen zu lassen und schreckt auch nicht davor ab, scheinbar geistig behinderte Menschen zur Belustigung der Zuschauer vorzuführen. Die Niedersächsische Medienanstalt soll nach der „Enthüllung“ neue Regeln mit dem Sender vereinbart haben, so berichten zahlreiche Artikel. Was ist wirklich dran?

Porträt Recep Tayyip Erdoğan: Er kam aus einfachen Verhältnissen | Türkei |(Cigdem Akyol, taz)

Er dominiert die Türkei und die aktuelle Berichterstattung: Präsident Erdoğan. Doch wer ist der 62-jährige, der es aus ärmlichen Verhältnisse bis an die Spitze der Regierung schaffte? Ein umfassendes Porträt über den Werdegang des Jugendlichen, der früher lieber Fußballspieler geworden wäre und mit seinem Talent auch das Zeug dazu gehabt hätte..

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