#7 Reizsucht, Blut und Pokémon Go

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Heute starten wir ein neues Format auf Unangepasst: #7. Anna-Sophie stellt euch künftig  jede Woche 7 Artikel/Blogposts über Gesellschaft aus dem Netz vor.

1. „Wir sind auf dem Weg zur reizsüchtigen Gesellschaft„| Soziales Leben| (Norbert Lossau, DIE WELT)

Die Selbststeuerungs-Fähigkeit des Menschen ist bedroht. Denn er ist heute vielen Reizen und Verlockungen ausgesetzt – von Speisen bis zum Smartphone.“ Joachim Bauer ist Internist, Psychiater und Psychosomatischer Mediziner. DIE WELT hat mit ihm ein Interview spannendes über die menschliche Selbststeuerungs-Fähigkeit geführt, das jeder Smartphone-Addict lesen sollte. Denn das Internet mit seiner ständigen Verfügbarkeit an Informationen, Waren und Reizen verändert menschliche Reaktionen.

2. Über das Blut in unseren Handys – und die Seife, das Marihuana und das Tropenholz | Nachhaltigkeit | (Nico Beckert, Zebralogs)

Woher kommen die Rohstoffe, die in unseren elektronischen Geräten stecken? Es könnte sich dabei um Material aus Kriegsregionen wie dem Kongo oder Kolumbien handeln. Verständlich und umfassend erklärt der Doktorand Nico Beckert auf seinem Blog Zebralogs die Kampf-Finanzierungsmodelle von Rebellen und Diktatoren, die dafür auf den Export von Materialien wie Gold, Zinn oder Coltan setzen. Konkrete und einheitliche Bestimmungen für die Offenlegung von Konfliktmineralien in Produkten durch Unternehmen gäbe es in der EU, anders als in den USA, noch nicht. *

3. Pokémon Go: Ein Spiel hält die Welt in Atem | Datenschutz | (Florian Blaschke, tn3)

Der Hype um das neue Augmented Reality-Spiel greift um sich. Doch was passiert  mit den sozialen Datenmassen und GPS-Daten, die von den Spielern weltweit gesammelt werden? Florian Blaschke setzt sich für tn3 mit wichtigen Fragen zu Datenschutz und Privatsphäre auseinander. Denn Sicherheitsrisiken und potentielle Lücken gibt es.

4. #Blacklivesmatter | Rassismus  |(Olive Duran, Dailybreadmag)

Am 6. Juli wird ein Afroamerikaner in Dallas während einer Polizeikontrolle von einem weißen Polizisten erschossen, während einer zunächst friedlichen Demonstartion der Black lives Matter-Bewegung fallen Schüsse. Fünf Polizisten werden dabei durch einen farbigen Täter erschossen. Olive Duran hat in Berlin einen friedlichen #Blacklivesmatter-Protest unter dem Motto: „No Justice = No Peace organisiert. Im Dailybreadmag erzählt sie, wie aus Wut und Entsetzen Aktionismus und ein öffentlicher Protest wurde, der in Deutschland ein klares Zeichen gegen Rassismus gesetzt hat. Inspirierend!

5.„Medienpranger“: Mit goldenem Tampon gegen Sexismus|Sexismus|(Lisa Ludwig, Vice)

Sexismus im Journalismus äußert sich nicht nur in reißerischen Stockfotos der Bild-Zeitung. Sexistische Aussagen und Fotos, die Stereotypen bekräftigen und sexistische Rollenbilder zeigen, sind Teil medialer Berichterstattungen. Schweizer Aktivistinnen haben den Watchblog Medienpranger gegründet, der Sexismus offenlegt. Lisa Ludwig, Chefredakteurin des Vice-Kanals Broadly, hat mit der Aktivistin Carmen Schroder über Bewusstsein, Aktionismus und nicht-sexistische Berichterstattung gesprochen.

6. No Thank you for the music | Musikkultur | (Autor unbekannt, Fluter)

Sommerzeit ist Festivalzeit. Während die Besucher ihren Lieblingsbands zum moderaten Preis lauschen, haben viele deutsche Musiker oft ein weniger glamouröses Leben als gedacht. Auf Fluter beschwert sich ein „bekannter deutscher Songwriter“ dessen Name nicht genannt wird. Er schreibt über mangelnde Gagen bei Gratis-Veranstaltungen, die das Image der Veranstalterstadt aufpolieren während es passieren kann, dass die Musiker sogar auf den Transportkosten sitzen bleiben. Ein ehrlicher Einblick in den Alltag eines Berufsmusikers in Deutschland.

7. Frei – und doch nicht frei | Flucht & Homosexualität| (Esther Möbel, Krautreporter)

Karim ist Syrer – und schwul. Eine ungewöhnliche Kombination, er gehörte zu den ersten LGBT-Flüchtlingen des vergangenen Jahres. In Deutschland erhofft er sich, endlich frei von Angst seine Sexualität ausleben zu dürfen. Doch die tiefgreifende Homophobie anderer Flüchtlinge verfolgt ihn bis heute. Seine Geschichte von Ablehnung, Flucht und Hoffnung hat er der Krautreporterin im Interview erzählt.

*“Diamonds from Sierra Leone“ lief in meinem Kopf,während ich diesen Absatz schrieb.

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